Pflanzen
Tipps zur Kakteenpflege
Liebe Lykkers, haben Sie sich schon einmal gefragt, warum manche Kakteen groß und kräftig werden, während andere klein bleiben? Zwar kommen diese Pflanzen mit trockenen Bedingungen zurecht, doch für ein gesundes Wachstum ist dennoch die richtige Pflege entscheidend.

Damit ein Kaktus eine kräftige Gestalt und eine frische Farbe entwickelt, sollten wir auf vier Aspekte achten: Erde, Sonnenlicht, Bewässerung und Düngung. Erfahren Sie, wie einfache, alltägliche Gewohnheiten dazu beitragen können, dass Ihre Pflanzen prächtig gedeihen.
Wählen Sie gut durchlässige Erde
Kakteen benötigen lockere Erde, durch die Wasser schnell abfließen kann. Bleiben die Wurzeln zu lange nass, können sie faulen; die Pflanze wird dann weich oder verliert ihre gesunde Farbe.
Für eine einfache, selbstgemachte Mischung kombinieren Sie drei Teile Gartenerde, vier Teile groben Sand und drei Teile Laubkompost. Die Erde liefert grundlegende Nährstoffe, der Sand verbessert die Drainage und der Kompost fügt organische Substanz hinzu.
Eine weitere Möglichkeit ist eine Mischung aus fünf Teilen mineralischem Material – etwa Bims oder Perlit –, drei Teilen Torf und zwei Teilen Kokosfaser. Diese Kombination sorgt für eine gute Belüftung und speichert gleichzeitig ein wenig Feuchtigkeit.
Wählen Sie ein Pflanzgefäß mit Abflusslöchern, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Prüfen Sie mit zunehmendem Wachstum des Kaktus, ob die Wurzeln den Topf bereits vollständig ausgefüllt haben. Ein Umtopfen in ein etwas größeres Gefäß verschafft den Wurzeln den nötigen Platz zur weiteren Entwicklung.
Sorgen Sie für ausreichend Sonnenlicht
Die meisten Kakteen lieben helles Licht. Viele Arten gedeihen gut bei sechs bis acht Stunden Sonnenlicht täglich, wobei die genauen Bedürfnisse je nach Art und lokalem Klima variieren können. Ein sonniges Fensterbrett oder ein heller Balkon sind geeignete Standorte.
Wenn eine Pflanze aus einem schattigen Raum in direktes Sonnenlicht gestellt wird, sollte dies schrittweise geschehen. Plötzliche, intensive Sonneneinstrahlung kann zu gelben oder braunen Flecken auf der Oberfläche führen.
An heißen Sommernachmittagen kann leichter Schatten vor Sonnenbrand schützen. Vormittagssonne ist oft ideal, da sie ausreichend Licht bietet, ohne die extreme Hitze des Nachmittags mit sich zu bringen.
Auch Lichtmangel kann zu Problemen führen: Der Kaktus verliert dann seine typische Form, wird dünn, langgestreckt und schwach. Sollte dies der Fall sein, stellen Sie die Pflanze schrittweise an einen helleren Ort und beobachten Sie, wie sie darauf reagiert.

Nur bei Bedarf gießen
Kakteen speichern Wasser in ihren Stämmen und müssen daher in der Regel seltener gegossen werden als viele andere Zimmerpflanzen. Wichtig ist, dass die Erde vor dem nächsten Gießen vollständig austrocknet.
Gießen Sie langsam, bis das Wasser durch die Abflusslöcher abläuft. So gelangt die Feuchtigkeit auch zu den tiefer liegenden Wurzeln. Leeren Sie anschließend den Untersetzer, damit sich kein Wasser unter dem Pflanzgefäß staut.
Im Frühjahr und Herbst befinden sich viele Arten in einer aktiven Wachstumsphase und benötigen möglicherweise alle 7 bis 10 Tage Wasser. Bei heißem Wetter trocknet die Erde schneller aus – dann kann es sein, dass bereits alle drei bis fünf Tage gegossen werden muss. Im Winter verlangsamt sich das Wachstum oft, sodass ein- bis zweimal Gießen pro Monat ausreichen kann. Dies sind lediglich Richtwerte, keine festen Zeitpläne.
Sie können die Feuchtigkeit prüfen, indem Sie einen sauberen Holzstab in die Erde stecken. Ist der Stab beim Herausziehen feucht, sollten Sie mit dem Gießen noch warten. Alternativ können Sie das Pflanzgefäß anheben, um das Gewicht zu beurteilen: Trockene Erde macht den Topf spürbar leichter. Es ist zuverlässiger, die Erde unter der Oberfläche zu prüfen, anstatt nur die oberste Schicht zu betrachten.
Vorsichtig düngen
Obwohl Kakteen keinen hohen Nährstoffbedarf haben, kann eine gezielte Düngung ein stetiges Wachstum unterstützen. Frühjahr und Herbst sind meist gute Zeitpunkte, um Arten zu düngen, die in diesen Phasen wachsen. Pflanzen in der Ruhephase sollten hingegen nicht gedüngt werden, da sie in dieser Zeit weniger Nährstoffe benötigen.
Verwenden Sie einen ausgewogenen Flüssigdünger oder ein spezielles Kakteendünger-Präparat. Verdünnen Sie den Dünger gemäß den Herstellerangaben und bringen Sie ihn in die Erde ein – vermeiden Sie es, ihn direkt auf den Stamm der Pflanze zu geben.
Einige Produkte können während der aktiven Wachstumsphase alle vier bis acht Wochen angewendet werden; der genaue Rhythmus hängt jedoch vom jeweiligen Dünger und der Pflanzenart ab. Zu viel Dünger kann die Wurzeln schädigen oder zu einem schwachen Wachstum führen. Denken Sie daran: Düngen ist nur dann effektiv, wenn die Pflanze gleichzeitig ausreichend Licht erhält und korrekt bewässert wird.
Die erfolgreiche Pflege eines Kaktus basiert auf vier einfachen Grundsätzen: die Wahl der richtigen Erde, ausreichend Sonnenlicht, vorsichtiges Gießen und Düngen zum passenden Zeitpunkt. Mit einer konsequenten Pflege verhelfen Sie Ihren Pflanzen zu kräftigen Wurzeln und einem gesunden Wachstum.